Am 12. Mai 2026 begrüßte die GbF Aschaffenburg die Vertreter der Jägervereinigung Spessart- Aschaffenburg e. V. im Haus. Anlass war eine Spendenaktion zugunsten der Drohnenstaffel Jungwildrettung, die Rehkitze sowie andere Jungwildtiere wie Feldhasen, Fasane und Bodenbrüter vor dem sogenannten Mähtod schützt.
Die Teilnehmenden der Bildungsmaßnahmen hatten sich zuvor intensiv mit dem Thema beschäftigt und erfuhren, wie Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt werden, um Jungtiere vor der Mahd in Wiesen aufzuspüren und in Sicherheit zu bringen. Besonders beeindruckend war dabei die Kombination aus moderner Technik und ehrenamtlichem Engagement.
Gerade in den ersten Lebenswochen besitzen viele Jungwildtiere einen natürlichen Schutzinstinkt: Bei Gefahr flüchten sie nicht, sondern drücken sich regungslos ins hohe Gras oder verharren gut getarnt am Boden. Da die Mahd der Wiesen zeitlich häufig mit der Setz- und Brutzeit der Tiere zusammenfällt, werden die Jungtiere von Landwirten oftmals nicht entdeckt und geraten in die Mähmaschinen. Die Folgen sind schwere Verletzungen oder der Tod der Tiere.
Die Vertreter der Jägervereinigung hatten zudem anschauliches Bildmaterial sowie Erfahrungsberichte aus der Praxis der Jungwildrettung mitgebracht. Dies ermöglichte den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Einsätze der Drohnenstaffel und führte zu einem regen und interessierten Austausch zwischen allen Beteiligten.
Um diese wertvolle Arbeit zu unterstützen, übergab die GbF im Rahmen einer kleinen Feierstunde einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an die Vertreter der Jägervereinigung Spessart-Aschaffenburg e. V. Johannes Maidhof (1. Vorsitzender) und Franziska Remmele, Schatzmeisterin und Drohnenbeauftragte.
Die Spendensumme wurde gemeinschaftlich u.a. im Rahmen eines Frühlingsmarktes erwirtschaftet, den die Teilnehmenden der Bildungsmaßnahmen als Projektarbeit organisiert hatten. Die Freude über die gelungene Aktion war bei allen Beteiligten groß. Mit der Spende möchten die Teilnehmenden und Mitarbeitenden einen aktiven Beitrag zur Wildtierrettung leisten und das ehrenamtliche Engagement der Drohnenstaffel unterstützen.
Hinweis:
Wiesenbesitzer können den Schutz von Jungwild zusätzlich unterstützen, indem Wiesen – sofern möglich – länger stehen gelassen oder Rückzugsflächen erhalten werden. Dies hilft vielen Jungtieren während der Setz- und Brutzeit und fördert zugleich die Artenvielfalt.